Keine Angst vor Corona – Mach dich stark

Keine Angst vor Corona

Angst, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen sind nur einige der sozialen Folgen auf Grund der psychischen Dauerbelastung durch die Corona-Krise.

Bereits nach dem ersten Lockdown ist die Zahl der Menschen in Österreich mit depressiven Symptomen von vier auf 20 % gestiegen. Das ging aus einer Studie der Donau-Uni Krems aus Mai 2020 hervor. Aktuell steht in Österreich und in einigen anderen Ländern der zweite Lockdown im Raum. Schon der Gedanke an eine weitere Isolation überfordert dich und macht dir Angst? Durch den anhaltenden Psycho-Dauer-Stress hast du bereits körperliche Beschwerden?

Selbst, wenn das jetzt gerade (noch) nicht auf dich zutrifft rate ich dir, dich JETZT mental zu stärken. Denn die Seele reagiert oft erst verspätet auf Krisen. Warte nicht darauf und tue JETZT gutes für DICH!

Hier meine 8 Tipps, wie du dich gegen Corona stark machst:

1. Medienkonsum reduzieren

Schränke deinen Medienkonsum auf ein Minimum bzw Mittelmaß ein. Verwendest du zu viel Zeit, um dich über die Situation zu informieren, hat das negativen Einfluss auf deine mentale Stabilität. Umgekehrt aber auch – also zu wenig Information bzw Wissen über die Situation. Ganz wichtig an der Stelle: Lass dir durch die Medien und deren Berichterstattung keine Angst machen. Angst ist in jedem Fall ein schlechter Begleiter!

2. Akzeptiere die Situation

Es ist für deine emotionale und mentale Verfassung sehr wichtig die Situation zu akzeptieren. Nimm sie an, wie sie ist. Niemand sagt, dass du sie gut finden musst! Auch wenn du die Situation nicht ändern kannst – du hast immer die Möglichkeit deine Einstellung dazu zu ändern.

3. Produziere Dopamin – eines der Glückshormone

Beweg dich – am besten in der Natur

Dass Bewegung körperliche Vorteile hat ist bekannt. Doch auch aus dem mentalen Blickwinkel betrachtet ist Bewegung von großer Bedeutung. Es werden dadurch mehrere Neurotransmitter (das sind Botenstoffe bzw Hormone im Gehirn), wie Serotonin, Dopamin und Endorphine, erhöht. Diese wiederum rufen Wohlbefinden und Glücksgefühle hervor.

Die Natur unterstützt dich zusätzlich dabei dich zu entspannen, dich mental zu beruhigen, deine Stimmung zu verbessern und dein Wohlbefinden zu erhöhen. Allein schon die Farbe Grün wirkt beruhigend. Es ist bewiesen, dass ein Aufenthalt in der Natur die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin stark reduziert und Stress insgesamt besser bewältigt werden kann.

Hol deine Lieblings-CD

Jaaaaa, du liest richtig! 😊 Auch das Hören von deiner Lieblingsmusik erhöht den Dopaminspiegel. Wissenschaftler meinen, dass das Hören von Musik die gleiche Wirkung auf das Gehirn hat, wie wenn du dein Lieblingsessen isst. Musik geht eben unter die Haut.

Ich mach das übrigens sehr gerne, während ich koche. Da werden dann auch schon mal ein paar Tanzschritte zwischen „Pfanne aus dem Schrank holen“ und „Gewürze aus dem Regal nehmen“ eingebaut. 😀

4. Verzaubere dein Wohnzimmer in eine Wohlfühloase

Der Geruchssinn ist der älteste Sinn und direkt verbunden mit dem limbischen System, dem Teil des Gehirns, in dem die Gefühle entstehen. Erlebnisse und Gefühle, die mit einem Geruch verbunden sind, prägen sich wesentlich tiefer in unsere Erinnerung ein als alles, was wir nur hören oder sehen. Die Anwendung über den Geruchssinn wirkt daher auf der mentalen und psychischen Ebene. Ätherische Öle sind duftende Botschafter der Liebe – sozusagen Pheromone pflanzlichen Ursprungs. Eine Stimmungslage kann schlagartig aufgehellt, die Ausstrahlung wirksam verändert oder negative Emotionen reguliert werden. 

Verzaubere dein Wohnzimmer in eine Wohlfühloase indem du fünf bis max. zehn Tropfen ätherisches Öl in eine Duftlampe oder Diffusor gibst. Lehn dich zurück und entspanne.

Darauf solltest du unbedingt achten:

  • Lass die Duftlampe oder den Diffusor NIE den ganzen Tag über laufen, sondern für max zwei Stunden am Tag. Ansonsten kann es zu einer Überreizung kommen und eventuell Kopfschmerzen verursachen.
  • Achte auch unbedingt immer darauf, dass ausreichend Wasser im Behälter ist.
  • Tropfe niemals ätherisches Öl nach – auch dann nicht, wenn du den Geruch nicht mehr wahrnimmst.

Diese ätherischen Öle wirken entspannend, angstlösend und stimmungsaufhellend:

Lavendel fein, Neroli, Bergamotte, Melisse, Orange, Muskatellersalbei, Geranium, römische Kamille, Rose, Ylang-Ylang, Mandarine, Angelikawurzel, Johanniskraut, Wacholderbeere, Sandelholz, Zypresse, Weihrauch, Majoran, Patchouli.

Du kannst die jeweiligen Düfte auch miteinander mischen. Lass deine Nase entscheiden!
In meinem Blog-Artikel erzähle ich dir, weshalb ich ätherische Öle als natürliche Wohlfühl-Droge bezeichne.

5. Lerne dich selbst kennen

Um mit Überforderungen, Überlastungen oder depressiver Verstimmungen gut oder besser zurecht zu kommen und nicht in eine depressive Verstimmung zu geraten, ist es wichtig zu wissen, was genau bzw welche Situationen konkret dich immer wieder stressen. So hast du die Möglichkeit, die Ursache für dein persönliches Stressverhalten zu erkennen und diesem optimale entgegen zu wirken. Wenn du dir nicht sicher bist oder nicht genau weißt, wie du es am besten herausfindest, lies‘ meinen Blog-Beitrag und „Erkenne endlich, was genau dich stresst“.

6. Halte deine sozialen Kontakte aufrecht!

Unser Gehirn kommt ohne soziale Kontakte nicht aus. Deshalb nutze die dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Ruf deine Liebsten öfter an, schick regelmäßig Sprachnachrichten oder macht euch Fixtermine für ein Tratscherl über Video-Telefonie aus. Solange es keinen zweiten Lockdown gibt trefft euch im Kaffeehaus, geht Essen oder ins Kino – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Covid-19 Maßnahmen bzw Richtlinien.

7. Erwarte nur gutes!

Und das im Sinne der selbsterfüllenden Prophezeiung. Vom österreichischen Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Philosoph und Autor Paul Watzlawick stammt folgende Definition: „Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ist eine Annahme oder Voraussage, die rein aus der Tatsache heraus, dass sie gemacht wurde, das angenommene, erwartete oder vorhergesagte Ereignis zur Wirklichkeit werden lässt und so ihre eigene ‚Richtigkeit‘ bestätigt.“

Kurz gesagt: Was du erwartest oder befürchtest, tendiert dazu, wahr zu werden!

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie soll das heißen: wenn du aus Angst vor Distanzierung, Isolation oder gesellschaftlichem Ausschluss, dich misstrauisch und ängstlich deinen Mitmenschen gegenüber verhältst, werden diese den Kontakt zu dir vermutlich meiden. ZACK und schon hat sich deine Angst bestätigt.

US-Psychologen haben empirisch bewiesen, dass nicht nur deine eigenen Prophezeiungen Auswirkungen auf dein Handeln haben, sondern auch die Voraussagen, Erwartungen und Befürchtungen anderer Menschen. Negative Erwartungen beeinflussen die Realität tatsächlich signifikant – und akkumulieren sich, wenn sie von mehreren Personen geteilt werden.

Demzufolge: Erwarte NUR GUTES und fokussiere dich auf das Positive!

Positives gibt Kraft – Negatives schwächt

Vermeide negative Gedanken, denn diese erzeugen negative Gefühle und ziehen negative Erlebnisse an.

Hier eine einfache Übung, die dir dabei helfen kann: Notiere dir jeden Tag etwas positives.

  • Was ist dir heute gut gelungen?
  • Was hat dir heute ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?
  • Was/ Wer hat dich heute glücklich gemacht?
  • Wofür bist du dankbar?
  • Was hast du heute alles geschafft?

Gerade an „schlechten“ Tagen lohnt es sich einen Blick auf bisher Erlebtes und Geleistetes zu werfen und eine positive Sichtweise zu bekommen

8. Such dir Unterstützung und/ oder Hilfe!

Es gibt sehr viele Anlaufstellen, die sowohl online, als auch offline Hilfe bei psychischen Symptomen, Stress und Überforderung anbieten.

Mach dich stark gegen Corona – ich freue mich, wenn ich dich dabei begleiten darf.

Quick-Tipp: Lächle 60 Sekunden lang – das hat eine sofortige positive Wirkung auf dein Gehirn und verbessert somit deine Stimmungslage.

Alles Liebe & Gesundheit,
Melanie

Bildnachweis: Unsplash und Pixabay

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