Düfte und Gerüche: 3 Gründe, warum der Geruchssinn der Wichtigste ist

Düfte und Gerüche wahrnehmen

Düfte und Gerüche gelten seit Menschengedenken als attraktiv und begehrenswert, zB als Parfüm oder in Pflegeprodukten. Doch bevor ich ins Detail gehe, möchte ich dir erzählen, weshalb ich das Thema überhaupt aufgegriffen habe.

Warst du am 8.11.2020 dabei, als ich auf Facebook Live war und im Rahmen der MAGIC WOMEN DAYS 2020 von Eva Steinmaßl von evantura, Natur-Coaching | Trainings | Waldbaden interviewt wurde? Ich habe erklärt, was es mit den 5 Ebenen der Gesundheit auf sich hat und wie ein Perspektivenwechsel dein Leben stressfreier gestalten kann.

Nachdem ich bei meiner Arbeit als Coach Mentaltraining-Tools und ätherische Öle kombiniere, habe ich im Interview erwähnt, dass der Geruchssinn unser ältester Wahrnehmungssinn ist. Eine Zuseherin hat mich angeschrieben und mich gefragt, was damit gemeint ist. Unter den 3 Gründen, warum der Geruchssinn der Wichtigste ist, findest du die Antwort darauf.

Übrigens: Wenn du bei meinem Interview nicht live dabei sein konntest, kannst du dir gerne die Video-Aufzeichnung anschauen. Scrolle ein wenig nach unten dann findest du’s sofort 🙂

1. Düfte und Gerüche als Botschafter der Liebe

Zur Verständigung und Kommunikation zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen werden selbst produzierte Duftstoffe, sogenannte Pheromone, abgesondert. Ätherische Öle sind die Duftstoffe der Pflanzen und werden in Frankreich und England „essences und essential oils“ genannt, also das Essenzielle, die Lebenskraft, die Seele der Pflanzen. In einem anderen Blog Beitrag erzähle ich dir, weshalb ich persönlich ätherische Öle als natürliche Wohlfühl-Droge bezeichne.

Eine Vielzahl ätherischer Öle haben Inhaltsstoffe mit Pheromoncharakter, die in zwischenmenschlichen Beziehungen wirken, zB partnerschaftliche Beziehungen, Mutter-Kind-Beziehung aber auch das Gesprächsklima am Arbeitsplatz. Ätherische Öle sind duftende Botschafter der Liebe – sozusagen Pheromone pflanzlichen Ursprungs. Eine Stimmungslage kann schlagartig aufgehellt, die Ausstrahlung wirksam verändert oder negative Emotionen reguliert werden.

Ein Beispiel:

Jeder Mensch hat sein eigenes, individuelles „Duftprofil“, vergleichbar mit dem Fingerabdruck. Bei Stress, Wut oder Angst gerät das „Duftprofil“ ziemlich durcheinander und verändert sich negativ. Andere Menschen nehmen diesen Stress-, Wut- oder Angstgeruch unbewusst wahr und reagieren instinktiv – zB abwehrend – darauf. Diese negativen Emotionen können durch Verwendung von ätherischen Ölen mit Pheromoncharakter reguliert und das Duftprofil wieder ausgeglichen werden.

Ohne Duft gäbe es buchstäblich kein Leben auf der Erde, denn bereits die Fortpflanzung wird durch Duftstoffe sicher gestellt. Egal ob bei Menschen, Tieren oder Pflanzen. Schon Einzeller finden über eine Duftspur zueinander.

2. Er ist der unbewussteste aller Sinne

Unsere Lebensqualität, Wohlbefinden und Emotionen werden weitgehend durch das Riechen geprägt, auch wenn uns das nicht immer bewusst ist. Grund dafür ist, dass der Geruchssinn direkt mit dem limbischen System, dem Teil im Gehirn, in dem die Gefühle entstehen, verbunden ist. Erlebnisse und Emotionen, die mit einem Geruch verbunden sind, werden stärker in unseren Erinnerungen abgespeichert als alles, was wir nur hören oder sehen. Über die Nase nehmen wir vieles instinktiv wahr, was mit den anderen Sinnen nicht wahrnehmbar ist, zum Beispiel Gefahren (Stichwort: Brandgeruch) oder den individuellen Duft eines Menschen, der mit Parfüm nicht überdeckt werden kann.

Dein Geruchssinn ist unbestechlich:
Du kannst das Äußere eines Menschen als angenehm empfinden, trotzdem kann es sein, dass du ihn „nicht riechen kannst“!

Düfte und Gerüche wirken daher auf der mentalen und psychischen Ebene. Auch Verletzungen stellen nicht nur ein körperliches Trauma dar, sondern oftmals auch eine seelische Verletzung (Angst, Schock). Durch die Anwendung von ätherischen Ölen kann zum Einen die Verletzung direkt behandelt werden und zum Anderen die mentale Befindlichkeit über den Geruchssinn behandelt werden. Man kann die Nase nur bedingt schließen, denn das Riechen hängt vom Atmen ab. Du kannst sogar während des Schlafes riechen. Solange du atmest, riechst du auch.

Düfte und Gerüche kombiniert mit Mentaltraining

Mentaltraining ist das Trainieren des Geistes mit Hilfe positiver Selbstbeeinflussung. Das heißt, du kannst mit Mentaltraining dein Unterbewusstsein neu programmieren. Dein Unterbewusstsein lernt durch Wiederholung und speichert all deine Erlebnisse, Erfahrungen und Emotionen. Es kann nicht zwischen Wirklichkeit und Phantasie unterscheiden. Eine Umprogrammierung des Unterbewusstseins gelingt am besten

  • mit starken Bildern, die Emotionen beinhalten
  • Ritualen und
  • Symbolen

Je nach Thema stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, unter anderem

  •  Visualisieren (Bilder vor dem inneren Auge vorstellen)
  •  Ankern (einen Reiz mit der gewünschten Reaktion verknüpfen, zB mit einer ätherischen Ölmischung)
  •  Ziel formulieren (IMMER in der Gegenwartsform) und das passende Bild im Kopf kreieren

3. Der Geruchssinn ist der älteste Sinn

Alle Informationen, Reize und Eindrücke die wir wahrnehmen können, nehmen wir mit unseren fünf Sinnen auf. Wir nehmen unsere Umwelt nicht nur über die fünf Sinne auf, sondern speichern sie auch in diesen ab. Unsere Erfahrungen, Werte und Glaubenssätze sind subjektiv und durch die VAKOG-Kanäle kodiert. Unsere Sinne, unsere Neuronen, Hormone und Nerven handeln alle im Austausch mit unserer Außenwelt – mit dem, was wir sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Wobei der Geruchssinn – also der olfaktorische Wahrnehmungssinn – evolutionär betrachtet der Älteste ist. Das Riechen hat sich bereits vor dem Sehen und dem Hören entwickelt und war schon im „Urmeer“ von maßgeblicher Bedeutung. Auch an Land konnten sich die Lebewesen durch den Geruchssinn besser kommunizieren und weiter orientieren als durch das Sehen. Nahrung, Feinde aber auch potentielle Partner konnten durch den Geruch ausgemacht werden.

VAKOG-Modell der Kommunikation

Der Wahrnehmungssinn, der bereits im Mutterleib geprägt wird

Aber nicht nur in der Evolution war der Geruchssinn der Wahrnehmungssinn, der sich früher entwickelt hat als die anderen vier Sinne. Bereits zwischen der 26. und 27. Schwangerschaftswoche sind die Nase und die dazugehörigen Hirnstrukturen beim Embryo angelegt. Es wurde sogar wissenschaftlich nachgewiesen, dass Embryonen im Mutterleib riechen können und im Bauch der Mutter Düfte kennenlernen. Das heißt, wenn die Mutter „etwas nicht riechen kann“ oder Düfte bzw Gerüche bei ihr eine negative Emotion auslösen, überträgt sich das auf das Baby. Und das Baby speichert diesen Duft bereits als Ungeborener als negativ ab. Also, wenn du zum Beispiel als kleines Kind oder junger Mensch einen Duft bisher selbst noch nie gerochen hast, kann es sein, dass du negativ darauf reagierst.

Welche Erfahrungen hast du mit Düften und Gerüchen? Verbindest du bestimmte Gerüche mit bestimmten Erlebnissen, Erinnerungen oder Emotionen? Ja? Ich bin neugierig 🙂 Schreib es mir doch in die Kommentare. Selbstverständlich freue ich mich auch über ein Mail von dir.

Alles Liebe & Gesundheit
Melanie

Bildnachweis: Pixabay und Unsplash

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